Ich war 9 Jahre alt, als ich meine Malteser-Hündin Sammy bekam. Ich hatte dort keine Ahnung was ich machte. Heute bereue ich dass, ich mit ihr nichts gelern habe. Ich bin jetzt 13 und muss mit ansehen wie, meine 4 Jahre alte Hündin neben anderen Hunden doof da steht. Als ich sie bekam habe ich sie nichts gelehrt, wie meine Freunde und heute wünschte ich Sammy wäre wieder klein damit ich ihr alles beibrigen könnte. Ich weiß selber dass es jetzt zuspät ist. Sammy benimmt sich fast wie ein Mensch, sie versteht alles was ich sage. Wenn ich ihr sage das wir jetzt baden gehn würde sie am liebsten abhauen. Als sie klein war, war sie nie mit anderen Hunden oder Tieren. Und heute hat sie Angst von Hunden. Sie tut mir so leid. Ich würde so gerne mit ihr und anderen Hunden spazieren gehn, wenn ich sehe wie meine Freunde ihre Hund auf der Wiese frei laufen lassen und sie dann miteinander spielen, da werde ich total traurig und werde mir bewusst dass ich mir zu früh einen Hund gewünscht hab. Was soll ich jetzt eigentlich machen? Ich wäre so gerne stolz auf meinen Hund.
30.07.2010, 17:34
Niko
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Helena, es ist nie zu spät!!
Das alles, was Du Dir wünscht kann dein Hund noch lernen, sei da unbesorgt, es dauert vielleicht nur etwas länger und erfordert Geduld. Glaub mir, ich rede aus Erfahrung! Ich habe einen fünfjährigen Hund aus dem Tierheim geholt, der zwar Grundbegriffe kannte, aber eigentlich nur seinen eigenen Kopf durchsetzen wollte und sich so rücksichtslos verhalten hatte, so daß ihn niemand wollte.
Heute knapp 4 Jahre später ist Timmy nicht nur der beste Freund der Kinder aus der Nachbarschaft und sämtlicher Hunde hier, sondern auch so sehr mit uns verbunden, daß er freiwillig guckt, was wir wohl wünschen...zwar nicht immer, aber fast immer.
Was Du und Dein Hund habt, daß ist euere Verbundenheit und das Vertrauen und Verstehen. Das ist so viel mehr, als das, was wir damals hatten. Gib nicht auf sondern gib Deinem vierbeinigen Freund die Chance zu lernen. Ich wette darauf, es wird für Euch beide eine erlebnisreiche und erfolgreiche Reise, mögen auch manche Wege dornig sein.
Vertrauen, Liebe und Nähe sind ein so starkes Band. Nutz dieses Band und zeig Deinem Hund die Welt und was Du von ihm möchtest. Lernt miteinander, was möglich ist, das ist die schönste Art zu lernen! Und nochmal: Es gibt kein zu spät!!
Und so wie Du schreibst und was Du schreibst, kann ich Dir sagen, Du hast Grund genug stolz auf Dich und Deinen Hund zu sein! Ihr habt geschafft, was viele nie verstehen, ihr versteht Euch. Zeig ihm einfach mehr von der Welt und versuch ihm zu zeigen, was Du Dir von ihm wünscht! Wenn Du Hilfe dafür benötigst, wirst Du hier sicherlich genug finden, die Dir beratend zur Seite stehen.Es ist nicht dumm Fragen zu haben, dumm ist nur sie nicht zu stellen!
Lg Ilona
__________________ Die zehn Gebote Gottes enthalten 279 Wörter.
Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 300 Wörter.
Die Verordnung der europäischen Gemeinschaft über den Import von Karamellbonbons aber exakt 25911 Wörter.
(unbekannt)
Dieser Beitrag wurde von Niko am 30.07.2010, 18:36 Uhr editiert.
30.07.2010, 18:32
Nina
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Ein Hund ist nie zu alt um etwas zu lernen!
Mein Bobby zum Beispiel hatte nun im Alter viel mehr Konzentration und lernt besser.
Beagle Barnaby kam im Februar diesen Jahres zu mir und er konnte nichts, wirklich nixhts udn kannte auch nichts.
Inzwischen mache ich mit ihm Dogdance, er lernt sehr schnell und begeistert Tricks.
Frag doch deine Eltern mal, ob du mit Sammy eine Hundeschule besuchen darfst. Da wird man dir ganz bestimmt weiterhelfen können.
In viele Hundeschulen gibt es auch schon Kinder/Teeniegruppen. Das wäre doch was.
Sei doch so lieb und stell dich in der Rubrik "Mitglieder stellen sich vor" einmal vor und erzähle etwas von dir und Sammy.
Und wundere dich nicht, wenn du an diesem Wochenende nicht so viele Antworten bekommst, da die meisten übers Wochenende zu einem Forentreffen gefahren sind.
Und...du hast nicht versagt! Mit 9 Jahren kann man nicht erwarten dass du weißt wie alles richtig ist!
30.07.2010, 18:44
wulfow
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Hallo Helena!
Ich möchte mich Ilona voll anschließen: Ich habt etwas erreicht, was viele Hunde und ihre Halter ihr ganzes Leben nicht erreichen - ihr habt ein inniges Verhältnis und Vertrauen zueinander! Das ist verflixt viel!
Du warst 9 Jahre alt als du Sammy bekommen hast. Woher solltest du wissen, wie man einen Hund erzieht? Da wäre eine gute Führung für dich gut gewesen. Nun bist du 13 Jahre und hast verstanden, daß du nicht alles richtig gemacht hast bei der Erziehung und dem Umgang mit anderen Hunden.
Vielleicht kannst du ja erst einmal versuchen jemanden zu finden, der auch einen kleineren Hund hat und Sammy mit diesem (nicht bösartigen!) Hund zusammen zu bringen. Und so immer weiter machen. Erst mal Kontakt mit anderen Kleinhunden damit Sammy ihre Angst verliert und merkt, daß andere Hunde etwas tolles sind. Dann die Größe der Hunde steigern.
Parallel dazu vielleicht wirklich der Besuch einer GUTEN Hundeschule, damit Sammy einen gewissen Grundgehorsam bekommt und die auch mit Kindern gut umgehen kann.
Helena, es wird seine Zeit dauern bis Sammy vielleicht so ist, wie du sie dir wünschst.Vielleicht wird sie auch nie so, das kann man nie wissen. Du scheinst mir für deine 13 Jahre recht "erwachsen" zu sein und Verantwortung übernehmen zu wollen und auch können. Bei Sammy kommt noch Geduld dazu, und nicht zu wenig! Aber wenn du es wirklch willst, dann schaffst du das auch!
Wenn du Fragen hast, wie man was macht dann kannst du hier gerne fragen. Wir versuchen dann gern zu helfen sofern wie das aus der Ferne können!
Liebe Grüße,
Wulf und Merlin und Dumbledore
P.S.: Bitte stelle dich und Sammy doch in der Rubrik "Mitglieder stellen sich vor" vor. Das wäre toll.
__________________ ... und Hexe und Bessy
Hundefreunde sind keine grundsätzlich schlechten Menschen